Klangbeispiel:
20,00 €

25 Jahre Musikverlag Bornmann, Jubiläums-Edition

MVB 110: A. Vivaldi: Le Quattro Stagioni - Die Vier Jahreszeiten
Concerto Op. 8, No. 4 (RV 297) „L'Inverno - Winter“ für Blockflöten-Quartett (AATB)
Exzellente Musik zu dem besonderen Anlass unseres 25-jährigen Jubiläums bieten die Ausgaben: „La Primavera - Frühling“ (MVB 107), „L’Estate - Sommer“ (MVB 108), „L’Autumno - Herbst“ (MVB 109) und „L’Inverno - Winter“ (MVB 110) aus den „Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi (MVB 107 bis 110).

Absolut verdient genießen die „Vier Jahreszeiten“ größte Popularität, bergen sie doch musikalische Schätze, bei denen sich Welten von tiefsinniger bis sprudelnd aufbrausender Musik öffnen. Diese fantastischen Kompositionen einem ambitionierten Blockflöten-Ensemble zugänglich zu machen, empfanden wir als eine sinnvolles und wertvolles Thema für unsere Jubiläums-Editionen.

Von der originalen 1. Stimme „Violino Principale“ sind die Anfänge aller Sätze als Faksimile abgedruckt. Selbstverständlich ist zu jedem Konzert das entsprechende „Sonett“ abgedruckt, nach denen Vivaldi seine „Programmmusik“ schrieb. Sämtliche Sätze der vier Konzerte sind ungekürzt und wurden klanglich erprobt. Alle Stimmen liegen perfekt auf den entsprechenden Blockflöten - Schwierigkeit: Mittelstufe (3-4). Spielfreude ist bei dieser grandiosen Musik garantiert.

MVB 107: Concerto Op. 8, No. 1 (RV 269) „La Primavera - Frühling“
MVB 108: Concerto Op. 8, No. 2 (RV 315) „L'Estate - Sommer
MVB 109: Concerto Op. 8, No. 3 (RV 293) „L'Autumno - Herbst“
MVB 110: Concerto Op. 8, No. 4 (RV 297) „L'Inverno - Winter“
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Inhalt
1. Allegro non molto
2. Largo
3. Allegro
Nachwort

Antonio Vivaldi (1678-1741) wurde als ältestes von neun Geschwistern in Brescia in der Provinz Brescia in der Lombardei/Norditalien geboren - der Legende nach während eines Erdbebens. Schon früh zeigte sich sein musikalisches Talent und seine Begabung für die Violine. Nach einem Theologiestudium wurde er im Alter von 25 Jahren zum Priester geweiht. Als Kaplan an der Kirche „Santa Maria della Pietà“ unterichtete er Violine am „Ospedale della Pietà“, einem der Kirche angegliederten Waisenhaus für Mädchen. Das Priesteramt gab er jedoch nach 1 1/2 Jahren auf, was er später mit gesundheitlichen Problemen erklärte. Als musikalischer Leiter betreute er bald das Orchester des „Ospedale della Pietà“ und erlangte mit ihm schnell einen für die damalige Zeit legendären Ruf.

In dieser Zeit wurden 1705 seine 12 Triosonaten op. 1 und 1709 seine 12 Violinsonaten op. 2 gedruckt. 1711 folgte op. 3, die Konzertsammlung „L’estro armonico“ (etwa: „Die harmonische Inspiration“). Bis 1729 erschienen insgesamt 12 Sammlungen, darunter 1725 die 12 Konzerte op. 8 „Il cimento dell’armonia e dell’inventione“ (etwa: „Der Wettstreit zwischen Harmonie und Erfindung“) mit den „Le quattro stagioni“ („Die vier Jahreszeiten“) als erste vier Konzerte.

Vivaldi ließ zu jedem dieser vier Konzerte ein erklärendes „Sonett“ abdrucken. Ob er selbst der Dichter dieser Sonette ist, wissen wir nicht. Große Buchstaben in den Sonette verweisen auf die entsprechenden Passagen in der Partitur, in der sich darüber hinaus noch weitere Erläuterungen finden über das, was die Musik darstellt. Derartige „Programmmusik“ finden wir bei vielen weiteren Kompositionen Vivaldis, der sich wohl gerne von Naturvorlagen inspirieren ließ.

Autographes Material, welches als Vorlage zu den zeitgenössischen Ausgaben sicher vorhanden war, ist offenbar verloren. Unsere Ausgabe stützt sich weitgehend auf einen Stimmensatz „Gravé par Le Sr. Hue … a Paris“, ca. 1739, der alle 12 Konzerte op. 8 umfasst.

Unsere Ausgaben MVB 107 bis MVB 110 beinhalten die Konzerte op. 8, No. 1 bis 4 in ungekürzten Sätzen. Der „Frühling“ wurde von E-Dur nach G-Dur und der „Winter“ von f-moll nach g-moll transponiert. In den Originaltonarten erklingen „Sommer“ und „Herbst“. Zusätze des Herausgebers stehen in [eckigen] Klammern bzw. sind durch gestrichelte Linien kenntlich gemacht. Die oft sehr virtuosen originalen Passagen, insbesondere in der 1. Stimme „Violino Principale“, wurden für ein ambitioniertes Blockflöten-Ensemble spielbar eingerichtet ohne dabei die Charaktere der einzelnen Passagen zu verändern.

Bögen in der Partitur sind, abgesehen von eindeutigen Haltebögen, sämtlich als Phrasierungs- und nicht als Artikulationsbögen anzusehen. Ohnehin empfiehlt es sich, mit dem reinen Legato sehr sparsam umzugehen, bietet die Blockflöte doch so viele ausdrucksstarke Möglichkeiten zwischen dem Legato und dem ganz kurz erklingenden (Staccato)-Ton.
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